Spricht man heutzutage von Social Media Marketing, so werden als mögliche Plattformen dafür sehr oft Facebook und Instagram genannt, auf Business-Ebene kommen noch Portale wie LinkedIn und XING hinzu. Aber auch TikTok sollte nicht mehr aus den Augen verloren werden. Wir geben euch einige Informationen mit auf den Weg und erläutern, warum TikTok als Marketing-Plattform absolut nicht unterschätzt werden darf und mit welchem Marketing-Ziel dieses Medium optimal funktioniert.

TikTok ist auf dem Vormasch

TikTok, so wie wir es heute kennen, existiert seit dem Sommer 2018. Die App startete 2016 noch unter anderer Firmierung als Musical.ly und war vor allem als Tanz-App bekannt. TikTok bringt dem Inhaber Bytedance enorm hohe Umsätze und kann mittlerweile eine Community von weltweit rund 800 Millionen Nutzern verzeichnen.

Die weltweite Nummer 1 bei den App Downloads

Im ersten Quartal des Jahres 2020 stieg TikTok zum absoluten Marktführer bei den Non-Gaming Downloads auf. Alleine im Februar wurden 113 Millionen Downloads der App verzeichnet. Bytedance lässt damit Branchenhirsch Facebook (mit den Apps Facebook, Instagram, dem Facebook Messenger und WhatsApp) hinter sich. Die Downloads haben sich damit vom Sommer 2019 bis heute mehr als verdoppelt. Ein Ende ist hier nicht in Sicht, denn gerade in Ländern wie China, Indien oder auch Brasilien erfreut sich die App größter Beliebtheit. Aber auch in Deutschland nimmt TikTok rasant an Geschwindigkeit zu: Laut der Fachzeitschrift AdAge verwenden 5,5 Millionen Nutzer die App regelmäßig und verbringen im Schnitt, so das Fachmagazin Digiday, rund 50 Minuten täglich dort.

Mehr als nur lustige Videos

Wenn man sich fragt, wie die Plattform ihre Umsätze generiert, so fallen Features wie die Hashtag Challenge, das Brand Takeover oder jeweils eigene “Lenses“, also spezielle Filter, auf. Bei einer Laufzeit von sechs Tagen kostet es einen Werbetreibenden rund 150.000 US Dollar, um eine Hashtag Challenge zu starten. Dabei werden die TikTok-Nutzer dazu animiert, ein Video von sich zu drehen, in welchem sie vom jeweiligen Werbetreibenden gestellte Aufgaben erledigen. Laut TikTok sind rund 35 Prozent der Community bei solchen Aktionen aktiv. Insgesamt haben 16 Prozent aller auf der Plattform hochgeladenen Videos genau damit zu tun. Eine weitere Einnahmequelle ist das “Lense”-Extra. Firmen können hier eigene Kameraeffekte produzieren lassen, was sie zwischen 80.000 und 120.000 US Dollar kostet. Der Preis variiert hier je nach Komplexität. Weiterhin gibt es das Werbeformat “Brand Takeover”, welches bei jedem Start der App ein Bild eines Werbetreibenden anzeigt. Hier werden pro Tag etwa 50.000 US Dollar fällig.

Werben auf TikTok bringt vor allem Reichweite

Social-Advertising-Experte Sebastian Vogg hat als einer der Ersten in Deutschland Zugriff auf den Ads Manager von TikTok erhalten und diesen drei Monate lang ausgiebig getestet. Innerhalb dieses Tests stellte er schnell fest, dass man auf TikTok vor allem ein Ziel erreicht: Reichweite! Für Ausgaben in Höhe von rund 500 Euro erzielte er auf der Plattform rund 1,3 Millionen Impressionen seiner Werbeanzeigen. Das ist quasi geschenkt. Wichtig ist jedoch dabei zu wissen, dass im Testzeitraum lediglich eine einzige Conversion, also ein Kaufabschluss, zustande kam. Momentan scheint sich TikTok also NOCH nicht für direkte Sales zu eignen. Das Wort NOCH spielt hier eine besondere Rolle, denn wer schon heute einen guten Job auf TikTok macht, der sichert sich einen Platz in den Köpfen der 20-Jährigen von übermorgen.

Und warum nun auf TikTok aktiv werden?

Bereits seit Monaten ist die Plattform auf dem Weg dazu DIE Anlaufstelle Nummer 1 für die heutige Generation Z zu sein. Vor allem junge Leute verwenden die App und lassen sich begeistern. Die Hälfte der Nutzer ist unter 24 Jahre alt, ein Viertel sogar unter 19. Offiziell verwendet werden darf die App ab 13 Jahren. Wichtig ist es als Unternehmen zu verstehen, dass sich hier die Zielgruppe von morgen aufhält. Hat man damals noch den Fehler gemacht Facebook links liegen zu lassen, so kann man diesen nun einigermaßen glattziehen und auf TikTok aktiv werden. Wichtig dabei ist jedoch zu wissen, dass die Community dort aktiv ist, um unterhalten zu werden! Das eigene Produkt, die eigene Dienstleistung, der neue Rabattcode – All diese Dinge werden vordergründig nicht direkt konsumiert, sondern die Nutzerbeziehung steht im Fokus. Erst später wird genau dieser Nutzer den Mehrwert der Produkte kennenlernen und sich aufgrund der guten Beziehung dafür entscheiden. Brands wie MAC, Cosmopolitan, die Basketball-Liga NBA oder auch MTV sind hier als Referenzen zu nennen, wenn es darum geht, als Vorbild für Markenkommunikation bei TikTok benannt zu werden. Alleine aufgrund dieser Tatsache empfehlen wir TikTok als zusätzlichen Marketing-Kanal zu verwenden. Die App wird mehr und mehr eine Rolle spielen und nachhaltig von der Zielgruppe verwendet, die wir künftig erreichen müssen, um auch in einigen Jahren noch unsere Produkte verkaufen zu können.

Quellen: OMR, OnlineMarketing.de, T3N

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