Social Media bekommt eine neue Bedeutung

Mit so einer einschneidenden Krise bedingt durch einen Virus hat zu Beginn des Jahres vermutlich niemand gerechnet. Umso interessanter ist es zu beobachten, wie sich das Verhalten auf Social Media mittlerweile verändert hat. Wir nehmen die Veränderungen, die sowohl User als auch Werbetreibende betreffen, etwas näher unter die Lupe.

Wir verbringen mehr Zeit am Handy

Was der ein oder andere vielleicht auch am eigenen Verhalten gemerkt hat: Die tägliche Nutzungsdauer des Handys ist in den vergangenen Wochen sichtbar angestiegen. Damit auch die Zeit, die wir auf Social Media verbringen. Analysten der App Annie haben dieses Verhalten näher untersucht und dabei in fast allen Ländern, die merkbar von der Krise betroffen sind, einen deutlichen Anstieg festgestellt.

User setzen auf Physical Distancing

In den Medien ist Social Distancing mittlerweile im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen. Dieser Begriff trifft allerdings nicht ganz auf Social Media zu, denn: User, die auf Facebook, Instagram & Co. unterwegs sind, kompensieren über die Plattformen aktiv ihre aktuell fehlenden sozialen Kontakte und bleiben dabei nur räumlich auf Distanz. Seit Wochen erfreuen sich zudem Videocalls großer Beliebtheit. Hier wird gemeinsam gekocht, gegessen oder Spiele gespielt – dank Anbietern wie Skype oder Zoom ist das schon lange kein Problem mehr.

Community Management ist der Schlüssel

Trotz vieler aktiver Nutzer sind Unternehmen nicht automatisch Reichweite und Interaktionen sicher, denn aktuell ist es wichtig die Inhalte anzupassen und mit Fingerspitzengefühl Community Management zu betreiben. Wer nur den plumpen Abverkauf forciert, wird nicht viel Erfolg haben. User wollen abgeholt werden, Unterhaltung spielt dabei eine große Rolle und auf offene Fragen einzugehen, war nie wichtiger als jetzt. Mittlerweile stellt nicht nur die junge Generation bis 25 Jahre Fragen per Direct Message, sondern auch User, die sonst eher den persönlichen Weg im Geschäft suchen, sehen Social Media nun als schnellen und unkomplizierten Kommunikationskanal.
Dabei sollte man Problemen und Beschwerden nicht aus dem Weg gehen, denn aktuell haben viele Menschen beispielsweise mehr Verständnis für längere Lieferzeiten oder vergriffene Produkte.

Neue Plattformen und der Wunsch nach weiteren Rabattcodes

Bereits vor einigen Tagen haben wir einen Beitrag über TikTok veröffentlicht, der verdeutlicht, was die so schnell wachsende Videoplattform ausmacht. Alleine in der ersten März Woche dieses Jahres verbrachten Nutzer weltweit mehr als 3 Milliarden Stunden in dieser einzigen App – das macht einen satten Anstieg um 130% im Vergleich zur selben Kalenderwoche aus dem Jahr 2019. War TikTok zuerst nur im asiatischen Raum bekannt, so ist das Netzwerk nun auch in Europa angekommen und erfreut sich großer Beliebtheit bei den 14 bis 25-Jährigen.

Aufgrund des bereits angesprochenen Fingerspitzengefühls wurden im Bereich des Influencer-Marketings einige Kampagnen vorerst auf Eis gelegt – mal mehr und mal weniger freiwillig von Seiten der Netzbekanntheiten. Profile, die ungeachtet der Situation im Tagesgeschäft einfach weitermachten, mussten Kritik einstecken. Für Follower hingegen sind die regelmäßigen Rabattcodes ihrer Stars allerdings so gewöhnlich, dass mittlerweile bezahlte Partnerschaften wieder an der Tagesordnung stehen. Der Akzeptanz von Werbepostings und Kooperationen scheint die aktuelle Krise also nicht wirklich zu schaden.

Wofür stehe ich und wo will ich sichtbar sein?

Auch Social Media wird sich langfristig verändern, auch wenn das nicht ausschließlich wegen der Corona Krise passieren wird. Unabhängig davon, welche Plattformen noch folgen werden: Nicht jedes Unternehmen muss auf jeder Plattform vertreten sein.
Elementar sind nach wie vor zwei grundlegende Fragen:
1. Was ist meine Zielgruppe?
2. Auf welcher Plattform erreiche ich sie?

Wem es schwer fällt diese Fragen zu beantworten, kann gerne auf uns zukommen: Nutzen Sie gerne unser Kontaktformular – wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Quellen: OMR, e-commerce-magazin, WUV