Webseiteninhaber haben in der Regel ein bestimmtes Ziel: Sie möchten, dass ihre Webseite im Google Ranking eine gute Position erreicht, von potenziellen Kunden gefunden werden kann und viele Klicks erhält. Doch bevor es dazu kommen kann, muss Google die Seite crawlen. Google muss die Website also lesen und finden können.

Ein entscheidender Punkt kann dem jedoch im Weg stehen: Der sogenannte Mixed Content. Denn wie Google im November auf Twitter bekannt gegeben hat, kann dieser Mixed Content Google Probleme beim Crawlen bereiten.

Google kann Mixed Content nicht crawlen

Eine Seite beinhaltet Mixed Content, wenn sie sowohl Inhalte hat, die über das sichere HTTPS eingebunden sind, als auch Inhalte, die über HTTP eingebunden sind. Bei Mixed Content werden also HTTPS und HTTP parallel zueinander eingesetzt. Schon seit der Version 68 betitelt Googles Browser Chrome, der Marktführer unter den Browsern, solche Seiten als „nicht sicher“. Mit dem Update auf Version 79 wird er solchen Mixed Content zukünftig vollständig blockieren. Dies hätte dementsprechend zur Auswirkung, dass Seiten mit Mixed Content schlechter geranked würden.

Vermieden werden kann dies nur, wenn die Webseitenbetreiber vollständig auf HTTPS mitsamt dem entsprechenden TLS- oder SSL-Zertifikat umstellen. TLS- oder SSL-Zertifikate sind eine Maßnahme, um Benutzer zu schützen. SSL steht dabei für „Secure-Sockets-Layer“, TLS steht für „Transport-Layer-Security“ und ist eine standardisierte Weiterentwicklung des SSL. Beide Zertifikate dienen in erster Linie dazu, die zu übertragenden Daten zwischen Web-Browser und Server zu verschlüsseln – es handelt sich dann also um eine vertrauliche „Ende-zu-Ende-Datenübertragung“.

Durch eine Umstellung auf HTTPS mit einem TLS- oder SSL-Zertifikat entstehen also sowohl sicherheitstechnische Vorteile für die Nutzer, als auch bessere Chancen auf ein gutes Google-Ranking für die Webseite. Ging eine Umstellung bislang noch nicht vonstatten, wäre der frühestmögliche Zeitpunkt also der beste dafür.

Abmahnungen wegen fehlendem Datenschutz vermeiden

Übrigens ist eine Umstellung nicht nur für ein gutes Ranking und ein größeres Vertrauen seitens der Nutzer von Vorteil. Sie kann auch dazu dienen, Abmahnungen seitens der DSGVO für fehlende SSL-Zertifikate zu vermeiden! Denn seit die Datenschutzgrundverordnung offiziell gilt, werden immer wieder Unternehmen wegen Verstößen gegen den Datenschutz abgemahnt. Gerade Webseiten, die Kontaktformulare zur Eintragung sensibler Daten wie Kontodaten beinhalten, sind betroffen und sollten die Nutzung des SSL-Zertifikats schnellstmöglich einführen, falls nicht bereits geschehen.