Marketing Trends 2019

Wir erzählen Ihnen, worauf Sie achten sollten

2019 wird ein spannendes Jahr für uns alle. Viele neue Trends und Tools warten nur darauf, entdeckt und ausprobiert zu werden. Damit Ihnen nichts entgeht und Sie immer auf dem aktuellen Stand sind, werden wir Sie natürlich immer Informieren, wenn es etwas Aktuelles gibt. Was wir von dem Jahr 2019 erwarten und was wir für wichtig und teilweise unumgänglich halten, verraten wir Ihnen aber schon jetzt.

Grundlagen perfektionieren und authentisch sein

2018 war ein sehr schnelllebiges Jahr. Jede Marketingagentur und jedes Unternehmen jagt inzwischen den nächsten Marketing-Hit. Inhalte werden nur noch mit der Prämisse erstellt, möglichst viral zu gehen. So hört man in Kreativ-Meetings auch immer wieder den Satz: „Das muss aber auch viral gehen!“.

Desweiteren wird man aktuell überflutet mit trendigen Schlagwörtern. Von Podcast und Voice Marketing über Chatbots bis zur Virtual Reality ist alles dabei. Gerade Video Content wurde so wichtig, dass quasi jeder ein tolles Unternehmensvideo benötigt hat.
Es ist aktuell also leichter denn je, den Fokus zu verlieren. Daher geht mein Trend für 2019 zurück zu den Wurzeln. Eine gut gewählte und passende Corporate Identity in Kombination mit einem authentischen Auftreten, setzen den Grundstein für ein erfolgreiches Marketing.

Bevor man also jeden „fancy Scheiß“ mitmacht, sollten die eigenen Ziele klar benannt werden können, die Webseite den heutigen Standards entsprechen und die Wünsche der Community Beachtung bekommen.

Bei all den Maßnahmen, die man sich überlegt, darf man außerdem nie vergessen, wer man ist und woher man kommt. Authentizität ist der Schlüssel zum Vertrauen der Community. Wer sich verstellt wird schnell abgestraft. Ehrlichkeit und Transparenz werden somit zu wichtigen Eigenschaften für 2019.

Professionalisierung & Datentransparenz

Marketing macht Spaß. Unfassbar viel Spaß sogar: Hat man ein gutes Produkt, erzählt wunderbare Geschichten und sorgt für einen zufriedenen Kunden, ist das Ziel erreicht, der Drops gelutscht und alle Beteiligten glücklich. So, und was fehlt an dieser Erzählung? Ganz einfach: die Auswertung.
Denn woher soll ich als Kunde wissen, welche Maßnahmen was gebracht haben? Welche Bewerbungsformen wie sinnvoll waren? Nur, indem hinter jeder Kampagne, jedem Event, jedem Channel eine sinnvolle und strukturierte Datenauswertung folgt.

Leider haben sich viele Agenturen in den letzten Jahren darauf verlassen, dass sie sich ihre eigenen Zahlen so zusammenbasteln, dass der Kunde auf jeden Fall glücklich ist. Auch wenn die Kampagne selbst totaler Mist war. Und das ist einfach nur unprofessionell. Dabei gibt es mittlerweile so gute Analysetools, dass auch kleinere Agenturen ohne ausgewiesenen Excel-Fan hervorragende Datenrückverfolgung betreiben können!
Dieses Verhalten hat natürlich auch dazu geführt, dass Marketing Agenturen so gar kein Vertrauen entgegengebracht wird – und wenn das Vertrauen fehlt, fehlen auch irgendwann die Aufträge.

Deshalb muss der Trend 2019 wieder weg von der Augenwischerei der Agenturen, hin zu transparenter Selbstkritik gehen: Auswertungen dürfen nicht nur als nervige Wünsche von Kunden betrachtet werden, sondern als Chance, die Marketingmaßnahmen immer ein Stückchen besser zu machen. Das bedeutet aber auch, dass Unternehmen Agenturen vertrauen müssen und die mit professionell erhobenen Daten geäußerte Kritik auch annehmen müssen.
Ein bisschen mehr Professionalität also auf beiden Seiten.

Think outside the Box/Viralität

Im Jahr 2019 werden virale Phänomene und Memes auf Social Media weiterhin ordentlich Welle machen und Reichweite erzielen. Allerdings können Posts auch ganz schön nach hinten losgehen, wenn man sich über ein paar Aspekte keine Gedanken macht. 2019 ist es wichtiger denn je, über die Zielgruppe Bescheid zu wissen. Ansonsten wirkt selbst das witzigste Video eines Unternehmens, wie der eine komische Onkel, der auf der Familienfeier krampfhaft versucht bei den Nichten und Neffen durch Jugendsprache cool rüberzukommen. Mit unüberlegten Schnellschüssen kann man oft mehr abreißen, als aufbauen. Die Internetcommunity kennt da meistens kein Erbarmen.

Mein Rat für 2019 ist deshalb: Spielt nicht jedes Spielchen mit, sondern wartet bis das richtige Spielchen für euch auftaucht. Ein Bestattungsunternehmen macht die Ice-Bucket-Challenge? Das passt vorne und hinten nicht. Aber eure Druckerei übergießt einen Azubi mit Druckertinte, der dann drei Tage lang aussieht wie aus dem Film Avatar? Könnte klappen. Und wenn es nicht passt – lieber die Finger davon lassen. Einen peinlichen Ruf wird man im Internet nur ganz schlecht wieder los. Aber, keine Angst: Das Internet merkt sich nicht nur peinliche Posts, sondern nimmt auch Social Media-Kanäle ernst, die mit ihren Inhalten eine klare Linie fahren und nicht jedem Trend hinterher springen.

Geschichten machen den Unterschied

Wieso Storytelling in 2019 so wichtig wird

Trotz Jahreswechsel bleibt ein Fakt mit Sicherheit bestehen: Nutzerinnen und Nutzer auf Social Media wollen nicht mit Werbung zugekleistert werden, sondern sind auf der Suche nach Unterhaltung und Kontakt zu ihren Freunden. Tagtäglich werden sie dabei mit einer Masse von Informationen konfrontiert.  Damit der eigene Inhalt nicht in der Flut untergeht, ist Storytelling ein nützliches Hilfsmittel und wird besonders in diesem Jahr an Popularität gewinnen.

Vertrauen als Schlüssel zur Glaubwürdigkeit

Insbesondere Influencer verspielten 2018 durch unauthentische Werbung einen Teil ihres Einflusses und ebneten Storytelling damit den Weg. Mit Hilfe von Geschichten rund um das Produkt wird Kunden verdeutlicht, wieso die Dienstleistung ein persönlicher Gewinn ist. Glaubwürdige Geschichten, die einzigartig sind und das eigene Unternehmen von der Konkurrenz abheben, stärken das Vertrauen gegenüber dem Kunden. Gut aufgebaute Erfahrungsberichte und Kundentestimonials haben außerdem den Vorteil, dass sie Kunden für das Produkt begeistern und schlussendlich binden, weil sie länger im Gedächtnis bleiben, als plumpe Werbeaussagen.

Zielgerichtete Vorbereitung ist die halbe Miete

Um eine gute Story auf die Beine zu stellen, ist es wichtig im Vorfeld festzulegen, wen man wo erreichen möchte. Je nach Plattform unterscheiden sich neben den Zielgruppen auch die Gestaltungsmöglichkeiten: Während Facebook und YouTube durchaus Raum für größere Geschichten bieten, kommen auf Instagram dagegen eher Kurzgeschichten gut an.
Es bleibt abzuwarten, wer in 2019 den richtigen Weg findet und Storytelling zu seinen Gunsten nutzt 🙂

Mobile First

Schon seit längerer Zeit ist eine mobile Version einer Internetseite nicht mehr nur ein „Anhängsel“. Immer mehr Nutzer betrachten Webseiten vom Handy aus, sodass Inhalte für Desktop und Smartphone optimiert werden müssen. Kritiker sind der Auffassung, dass unter dem Fokus des Smartphones die User Experience des Ansatzes „Desktop First“ leidet.

Um dem entgegenzuwirken, muss für den Desktop und das Smartphone jeweils ein unterschiedliches Konzept der User Experience erstellt werden. Smartphones können Erweiterungen im Bereich der Augmented Reality bieten und schaffen neue Betrachtungsweisen. Auch im kommenden Jahr 2019 werden wir die Möglichkeiten, welche das Smartphone bietet, weiter spüren und vertiefen. Daher muss zukünftig umgedacht und mehr nach dem Ansatz „Mobile First“ gehandelt werden.

„OK Google“ „Alexa“ oder „Hey Siri“
Voice Search in 2019

In nahezu allen Bereichen ist Voice Search bereits 2018 ein großes Thema gewesen. Sowohl für SEA-Kampagnen als auch für die SEO wird die Sprachsuche in 2019 daher immer wichtiger werden. Auch, wenn dieser Bereich noch in den Kinderschuhen steckt und es noch kein Patentrezept gibt, können bereits jetzt schon einige Tipps berücksichtigt werden, um Voice Search Optimierungen vorausschauend einzusetzen. Dienstleistungen oder Restaurants beispielsweise lassen sich bereits gut über die Sprachsuche finden.
Aber was bedeutet das im Einzelnen für die SEA- und SE-Optimierung?

SEA-Optimierungen für Voice-Search

Bei SEA-Kampagnen, die auf Sprachsuchanfragen ausgerichtet werden sollen, sind vorrangig zwei Faktoren wichtig und das sind zum einen die Keywords und zum anderen die Anzeigentexte. Bei der Erstellung der Kampagne muss man sich vorab die Customer Journey veranschaulichen. Wie werden die Nutzer nach der angebotenen Dienstleistung oder dem Restaurant in der Umgebung suchen? Welche Fragen werden sie an Google und Siri stellen? Und hier kommt auch schon der Anzeigentext ins Spiel. Mit diesem sollten die Fragen der Nutzer beantwortet werden – je konkreter, desto besser. Ein fundiertes, gut durchdachtes Zusammenspiel dieser zwei Faktoren kann bereits einen Großteil der Nutzeranfragen auffangen.

SEO-Ansätze für die Sprachsuche

Auch für die Suchmaschinenoptimierung gibt es erste Ansätze, die eingesetzt werden können. Dazu zählt unter anderem die Verwendung von strukturierten Daten. Hier wird der Zusatz „speakable“ eingefügt, der gezielt an Stellen verwendet werden kann, die sich für das Vorlesen durch den Google Assistenten eignen. Aktuell gilt das hauptsächlich für validierte Newsseiten in den USA. Google plant allerdings, schnellstmöglich auch andere Sprachen als Englisch sowie weitere Länder mit aufzunehmen.

Es bleibt also spannend in 2019! 🙂

Videos, animierte Grafiken und Mikroanimationen für eine bessere Sitzungsdauer

Die Sitzungsdauer von Besuchern auf der eigenen Website wird aus SEO-Sicht immer wichtiger. Diese kann man neben einer rein technischen Herangehensweise, wie kurze Ladezeiten und einer für mobile Geräte optimierten Website, auch mit modernen Designs positiv beeinflussen. Sieht eine Seite gut aus und lässt sich intuitiv bedienen, verweilt man gerne länger.

Das wird auch in der Verwendung von Videohintergründen, animierten Grafiken und Mikroanimationen deutlich, die für das Jahr 2019 wieder häufiger vorkommen werden.

Videohintergründe, die ohne Scrollen direkt sichtbar sind und automatisch abgespielt werden, erregen mehr Aufmerksamkeit. Dadurch wird die Absprungrate geringer, die Sitzungsdauer länger und, noch wichtiger, die eigene Marke gestärkt.

Animierte Grafiken, egal ob gut gemachte GIFs oder programmierte Animationen, machen eine Website interessanter und können Botschaften und Info-Animationen schneller vermitteln als Texte. Besonders Elemente, die mit dem Mauszeiger bewegt werden können oder sich durch Berühren des Bildschirms verändern, machen neugierig und verleiten zum herumspielen.

Mikroanimationen sind Schaltflächen, Icons und Menü-Elemente einer Website, die bei Interaktion ihre Form, Farbe oder Position ändern. Mit ihnen lässt sich das Interesse der Besucher auf einen bestimmten Punkt lenken und geben auf subtile Weise Rückmeldung.
Die Verwendung von Mikroanimationen ist zwar nichts Neues, jedoch werden sie immer häufiger vorkommen, da auch mehr und mehr kostenlose WordPress-Themes diese standardmäßig beinhalten.

Zu viel des Guten kann wundervoll sein?
Crossmedia-Marketing 2019

Es war im letzten Jahr schon so und auch in 2019 wird es noch wichtiger werden: gutes Crossmedia-Marketing. Denn die Unternehmen haben erkannt, dass ein Fokus rein auf’s Digitale sie auf Dauer nicht nachhaltig weiterbringt – es ist der Mix, der auffällt. Die Möglichkeiten, seine Firma und die Produkte zu präsentieren, sind dabei vielfältig. Allerdings stellt es viele Unternehmen vor eine große Herausforderung zu entscheiden, welche Kanäle für sie die richtigen sind. Nicht selten endet dies in einem wilden Test-Marathon und man fragt sich: Was passt zu meinem Unternehmen, meinen Produkten?

Zwei Kanäle sind das Minimum

Wichtig bei der Wahl der Kanäle ist es zu wissen, wo die Kunden nach einem suchen oder wo man mit Ihnen in Kontakt tritt. Man sagt, mindestens zwei bis drei Kanäle sollte jedes Unternehmen bedienen, um seine verschiedenen Zielgruppen zu erreichen. Dabei gehört eine Website schon zum Grundinventar und sollte in jedem Fall modern und intuitiv sein. Mit der Website als Ziel könnten dann Google Ads und ein ordentlicher Social Media Kanal oder – je nach Branche – ein Messeauftritt oder Mailing Träger der Kampagne sein. Aber auch Direktmarketing oder Außenwerbung kommen durchaus in Frage. Die Kunden müssen sich darüber klar werden, wo ihre Kunden nach ihnen suchen. Sie müssen die Berührungspunkte (Touchpoints) identifizieren und entsprechend optimieren.

Einheitlichkeit ist King!

Neben der Wahl der richtigen Kanäle ist noch etwas von großer Bedeutung, was leider immer noch von vielen Unternehmen vernachlässigt wird: Stringenz.
Eine gelungene Crossmedia-Kampagne lebt davon, dass man erkennt, dass alles zusammengehört. Wenn ich auf eine Anzeige reagiere, die Website aufrufe und dann auf eine Landing Page komme, die ein völlig anderes Design hat, frage ich mich doch: Bin ich hier richtig? Stringentes Design lässt keine Fragen offen und hilft Kunden dabei, sich zu orientieren.

2019 werden gute Crossmedia-Kampagnen auffallen, einfach weil man ihnen überall begegnet und überall gleichermaßen. Vor allem die lokalen Unternehmer werden aufholen, weil auch sie erkannt haben, dass sie etwas tun müssen, um gesehen zu werden. Das wird ein spannendes Jahr 😉

2019-02-26T15:21:47+00:00

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