Als Social-Media-Riese hat Facebook aller Wahrscheinlichkeit nach unfassbar große Datenmengen über seine Nutzer gesammelt. In Zukunft sollen diese Daten insbesondere den Facebook-Werbeanzeigen noch mehr zugute kommen. Mit Hilfe von maschinellen Lernprozessen und künstlicher Intelligenz soll Werbern ermöglicht werden, ihre Zielgruppe noch fokussierter ansprechen zu können. Die Werbung soll also noch personenbezogener und stärker anpassbar gemacht werden. Insbesondere für kleinere Unternehmen, die über wenig Budget und Personal verfügen, sind diese maschinellen Unterstützungen gut geeignet.

Drei neue Ansätze für optimale Werbung

Um die neuen Werbeziele zu erreichen, hat Facebook mehrere Ansätze entwickelt: Zum einen wird es sogenannte dynamische Werbeformate geben. Dynamisch bedeutet in diesem Fall, dass sich die Werbung entsprechend der Vorlieben der Nutzer anpasst. Facebook kann also mithilfe der gespeicherten Daten ermitteln, welche Werbung welche Nutzer am meisten anspricht. Wenn ein Unternehmen Werbung schalten möchte, kann es künftig unterschiedliche Formate hinterlegen, aus denen Facebook dann auswählt. Alternativ kann zwar auch Facebook selbst aus bereits gegebenen Inhalten neue Formate erzeugen, die Garantie für ein optimales Ergebnis haben Werber jedoch nur dann, wenn sie selbst die Formate entwickeln.

Eine weitere Maßnahme ist eine automatische Text-Optimierung. Ähnlich wie bei dynamischen Werbeformaten hinterlegen auch hier die Werbetreibenden verschiedene Text-Inhalte für die Anzeigen. Diese Text-Formate können zum Beispiel den Haupttext oder die Überschriften betreffen. Facebook ermittelt dann, welche Text-Kombination sich optimal für den jeweiligen Nutzer eignet und spielt genau diese aus.

Der dritte und somit letzte größere Ansatz ist der eines neuen Übersetzungsdienstes. Er ist für Werbetreibende geeignet, die international tätig sind. Auch hier gilt wieder: Die Werbetreibenden hinterlegen selbst Übersetzungen ihrer Anzeigen. Diese werden dann automatisch den Nutzern in der jeweiligen Landessprache angezeigt. Facebook kann die Übersetzungen auch selbst erstellen, doch auch in diesem Falle ist eine gute Übersetzung erst garantiert, wenn der Werbetreibende sie selbst vornimmt.