Nachdem wir bereits im vergangenen Monat darüber berichteten, dass die tägliche Nutzungsdauer des Handys in den vergangenen Wochen stark angestiegen ist – und damit auch die Zeit, die wir auf Social Media verbringen, hat Facebook nun eine In-App-Lösung für Online-Käufe vorgestellt: Facebook Shops. Das Thema Social Commerce besteht ja schon länger, bisher lief das dann über Fotos mit der Betitelung „zu verkaufen“, über den Marketplace und dem Shopping über die Lieblingsinfluencer.

Quelle: Facebook.

Spätestens zu Zeiten von Covid-19  wurde es für Unternehmen aber plötzlich wichtiger denn je, digital aufgestellt zu sein und, im Idealfall, auch über einen funktionstüchtigen Online-Shop zu verfügen.

In Zusammenarbeit mit Plattformen wie Shopify, WooCommerce, BigCommerce, Channel Advisor, CedCommerce, Cafe24, Tienda Nube und Feedonomics will Facebook Shops vor allem stationären Händlern eine kostengünstige und unkomplizierte Vermarktung sichern.

Wo liegen die Vorteile?

Tendenziell gilt Werbung für Produkte in einem inspirativen Umfeld als effektiver. Für Anbieter in Facebook Shops bietet sich nun die Möglichkeit, ganze Sortimente und Produktkategorien in eigene Feeds zu integrieren, statt nur statisch einzelne Produkte in Anzeigen zu bewerben.  Warenkorb und Check-out liegen auf Wunsch direkt in Facebook Shops und machen (spontane) Käufe wesentlich einfacher. Verkäufer können somit ihre Produkte jederzeit und überall für den Käufer abrufbar machen und letzteren wird der Kauf natürlich auch erleichtert. Spätestens nach der Umbenennung von Instagram auf Instagram from Facebook ist ebenfalls klar, dass diese neue Funktion für beide Plattformen gleichermaßen gilt.

Und wie funktioniert es?

Das Handling erscheint recht leicht zu sein: Der Shop ist für Kunden zum einen von Facebook, aber auch von Instagram direkt aufrufbar. Die Einrichtung des Facebook Shops ist für Unternehmen kostenlos – einfach die Produkte aus dem Katalog auswählen und Titelbild und Farbschema anpassen, sodass die eigene Marke auch präsentiert wird. Die Produkte können dann innerhalb des E-Shops durchstöbert und gespeichert werden und über die Website des jeweiligen Unternehmens wird dann bestellt.

Quelle: Facebook.

Hinzu kommt außerdem die Funktion des Live Shopping. Deutschland zählt mit zu den ersten Ländern, in denen seit Mitte Mai Facebook Shops eingerichtet werden können.

Noch Fragen?

Direkter Kontakt ist natürlich hier ein wesentlicher Bestandteil. Fragen zu Produkten oder Bestellungen können direkt über WhatsApp, Messenger und Instagram gestellt werden.

Und was hat Facebook davon?

Facebook kann durch die neue Funktion weiter Nutzerdaten sammeln. Ähnlich wie bei anderen Angeboten der Plattform wird auch hier geschaut, wer mit welchen Shops interagiert, an welchen Produkten Interesse besteht und natürlich auch welche gekauft werden. Mit der Aussicht, dass Werbekunden ihrer Zielgruppe künftig noch viel näherkommen können, ein vielversprechendes Tool, jedoch unter dem Aspekt der Datensammlung bleibt, mal wieder, ein etwas fader Beigeschmack beim Nutzer zurück.

Wem es schwer fällt diese Fragen zu beantworten, kann gerne auf uns zukommen: Nutzen Sie gerne unser Kontaktformular – wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Quelle: Facebook.