Das Data und Research-Unternehmen eMarketer veröffentlichte jüngst eine neue Studie rund um das Nutzungsverhalten der User bei Facebook.

Laut dieser Studie hält der Rückgang aktiver Nutzer des sozialen Netzwerks an. Im vergangenen Jahr verlor Facebook in Deutschland etwa 1,2 Prozent seiner aktiven User, bis Ende diesen Jahres sollen weitere 0,9 Prozent auf andere Netzwerke abwandern. Somit sind derzeit etwa 25,9 Millionen Nutzer aus Deutschland auf Facebook registriert.

Gerade junge Nutzer kehren dem Netzwerk den Rücken zu

Enorm ist der Rückgang besonders bei jüngeren Nutzern. 19,2 Prozent beträgt der Rückgang in der Zielgruppe der 12-17 jährigen Nutzer. Jene Quote liegt bei den unter 25-Jährigen bei etwa 9 Prozent. Bis 2023 soll der Rückgang besonders bei den unter 34-Jährigen ins Gewicht fallen. Durch ein erwartetes Wachstum in der Nutzerschaft ab 35 Jahren wird dies jedoch mehr oder minder ausgeglichen.

Andere Plattformen freuen sich über starken Nutzerzuwachs

Während die Nutzer also von Facebook weggehen, melden sie sich in anderen Netzwerken an. 2019 soll die Anzahl der Instagram-Nutzer in Deutschland um 10,4 Prozent auf 17,7 Millionen steigen. Im kommenden Jahr soll Instagram dann bereits Facebook bei der Anzahl aktiver Nutzer unter 25 Jahre überholt haben. Auch Snapchat wird sich steigern und wächst in diesem Jahr um 7,5 Prozent auf 10,6 Millionen User aus Deutschland. Ähnliches lässt sich an den Nutzerzahlen für Twitter erkennen, wo ein Plus von rund 4,3 Prozent verzeichnet wurde. Die Marke von vier Millionen Nutzern wurde damit erreicht.

Facebook bleibt trotz allem führendes soziales Netzwerk

Trotz dieser für Facebook eher negativen Entwicklungen, wird das Netzwerk in Deutschland in absehbarer Zeit nach wie vor die wichtigste Social Media-Plattform darstellen. Auch Werbetreibende beobachten dies und so ist es nicht verwunderlich, dass im Jahr 2020 die Werbeausgaben um 11,9 Prozent auf satte 2,49 Milliarden US Dollar (rund 2,11 Milliarden Euro) steigen sollen.