5 Tipps für sichere Passwörter

Sichere Passwörter sind verdammt wichtig. Gerade nachdem Hacker Anfang Januar massenweise private Daten von deutschen Politikern, Prominenten und Journalisten ins Netz gestellt haben, sollte das jedem klar geworden sein.

Anlässlich des Ändere-Dein-Passwort-Tages haben wir 5 Tipps zusammengetragen mit denen sie sich nicht nur ein sehr sicheres Passwort erstellen, sondern sich dieses auch noch merken können! Dabei klären wir außerdem die größten Passwort-Mythen auf.

1. Passwörter vollständig ändern

Sie werden bestimmt schon einmal gehört haben, dass man sein Passwort regelmäßig ändern sollte. Das ist prinzipiell nicht falsch, allerdings ist diese Maßnahme nur wirklich sinnvoll, wenn das Passwort auch komplett geändert wird. Wird aus „passwort“ einfach „Passwort1“ oder „Pa$$wOrt“, lassen sich solch simple Änderungen leicht durch moderne Computer herausfinden. Zudem tendieren die Menschen dazu, unsicherere schwächere Passwörter zu vergeben, wenn ihnen bei der Vergabe klar ist, dass sie das Passwort bald wieder ändern werden.
Also wählen sie lieber von Anfang an ein komplexes, sicheres Passwort aus und ändern sie dieses hin und wieder vollständig, statt kleine Änderungen an einem schwachen Passwort vorzunehmen.

2. Sätze statt nur Sonderzeichen benutzen

Sonderzeichen im Passwort? Sicherlich keine schlechte Idee. Besonders benutzerfreundlich ist diese Methode jedoch nicht. Denn sich komplizierte Zeichenfolgen zu merken, ist nicht jedermanns Sache. Dafür sind lange Passwörter viel besser geeignet. Kriminelle versuchen oft, durch das sogenannte „Bruteforce-Verfahren“ Passwörter zu knacken. Dabei werden verschiedene Zeichenkombinationen systematisch durchprobiert – mehrere Millionen pro Sekunde. Somit erhöht sich durch jedes zusätzliche Zeichen die Sicherheit.
Daher ist es besser, einen ganzen „Satz“, als ein einzelnes Passwort zu vergeben. Dabei sollten sie jedoch beachten, keine bekannten Sprüche oder persönliche Informationen zu verwenden. Auch diese sind für Profis unschwer zu erraten.„Seinodernichtseindasisthierdiefrage“ oder „ichheißesabineundwohneindortmund“ sind also nicht die beste Wahl.

3. Auf Zwei-Faktor-Authentifizierung setzen

Häufig unterschätzt, aber sehr effektiv ist die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Selbst wenn sie ein sicheres Passwort gewählt haben, ist der Schutz zu ihren Daten deutlich besser, wenn sie solch eine Methode nutzen. Meist müssen sie dann, sobald sie sich von einem neuen Gerät bei einem Konto anmelden wollen, zusätzlich zum Passwort einen Code eingeben. Dieser wird ihnen auf ihr Smartphone geschickt. Haben die Hacker keinen Zugriff auf ihr Handy, kommen sie also nicht an ihr Konto.

4. Doppelt hält nicht immer besser

Doppelte Passwörter zu verhindern ist ein allseits bekannter Tipp, der leider nur selten gewissenhaft befolgt wird. Im realen Leben den selben Schlüssel für Wohnung, Fahrradschloss und Garagentor zu verwenden – dabei würde sich wohl kaum jemand sicher fühlen. Digital sieht das anders aus, viele Nutzer verwenden das selbe Passwort für mehrere Konten, oder nutzen eine ähnliche, leicht variierende Zeichenfolge. Dieses Verhalten kann schlimme Folgen mit sich bringen: Haben Hacker einmal die Zugangsdaten zu einem Konto geknackt, versuchen sie in der Regel, mit den gleichen Daten an weitere Daten auf anderen Seiten zu kommen.
Daher ist es empfehlenswert, sich die Mühe zu machen und wirklich unterschiedliche Passwörter für verschiedene Konten zu vergeben.

5. Digitale Passwort-Sammlung anlegen

Sie haben zu Hause eine versteckte Zettelwirtschaft, wo sie all ihre Passwörter notieren? Oder sie lassen sie sich regelmäßig per Mail erneut zuschicken? Eine bessere Option, die auch bei der Durchführung der bisherigen Tipps hilft, ist einen Passwort-Manager zu verwenden. Somit lassen sich alle möglichen Konten recht einfach verwalten.
Es gibt verschiedenste Programme, die hierfür geeignet sind. Die bekanntesten sind wohl Dashlane, Lastpass, Keepass und 1Password. Mit ihnen lassen sich auf zahlreichen Computer- und Smartphone-Betriebssystemen Passwort-Sammlungen anlegen. Auf diese lässt sich dann mit einem einzigen Master-Passwort zugreifen, das natürlich sehr sorgfältig gewählt werden muss. Außerdem können die Manager selbst auch zufällige, sichere Passwörter generieren.

2019-02-26T15:19:57+00:00

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